Strömungsrettung

Die Strömungsrettung ist noch ein recht junger Bereich in der DLRG, der jedoch an Bedeutung sehr zugenommen hat. So gibt es durch den Klimawandel bedingt immer häufiger extreme Wetterereignisse, die unter anderem dazu führen können, dass kleine Bäche zu gefährlichen, strömenden Gewässern werden können. Um Personen aus diesen Lagen zu retten, wurde der Bereich der Strömungsrettung in der DLRG eingeführt. Es gibt verschiedene Ausbildungsstufen:

DLRG Fließwasserretter

Die Ausbildung zum Fließwasserretter umfasst grundlegende Kenntnisse von strömenden Gewässern und vor allem das Verhalten darin. Fließwasserretter sind besonders gut als Bootsbesatzung geeignet. Sie können durch ihre persönliche Schutzausrüstung ins Wasser springen und Personen aus fließenden Gewässern retten. Im Bezirk Karlsruhe wird angestrebt alle Einsatzkräfte zu Fließwasserrettern auszubilden, da sich die Einsatzzahlen in fließenden Gewässern deutlich erhöht hat.

DLRG Stömungsretter 1

Die Ausbildung zum Strömungsretter baut auf der Ausbildung zum Rettungsschwimmer auf und vermittelt Kenntnisse zu speziellen Gefahren am und im Fließgewässer. Es werden Einblicke in die Strömungslehre gegeben, die Schwimmtechniken erweitert und spezielle Einsatztaktiken mit Rettungsgeräten für die Rettung aus stark strömenden Gewässern und aus Hochwasser trainiert. Außerdem werden Kenntnisse von Seiltechniken und Seilaufbauten erlernt und geübt. Wichtige Voraussetzung für die Ausbildung zum Strömungsretter ist die körperliche Fitness, die zu Kursbeginn überprüft wird. Ausgebildet werden Strömungsretter 1 durch die Strömungsretter 3 des Landesverbandes Baden.

DLRG Strömungsretter 2

Der Strömungsretter 2 leitet einen Trupp von mehreren Strömungsrettern 1. Er führt damit Einheiten und ist für sie verantwortlich. Dafür hat er ein deutlich vertieftes Wissen zu Seilaufbauten und Einsatztaktik und spezielle Kenntnisse über Gewässer- und Gefahrenbeurteilung. Strömungsretter 2 werden alle zwei Jahre durch den Landesverband Baden ausgebildet.