Das Referat Medizin

Das Referat Medizin des Bezirks Karlsruhe befasst sich mit verschiedenen Aufgaben. So unterstützt es die Ausbildung in den Ortsgruppen in Erster Hilfe und im Sanitätswesen. Dies ist wichtig, damit beispielsweise bei einem Notfall während eines Übungsabends qualifizierte Hilfe geleistet werden kann. Vor allem die Einsatzkräfte sind für medizinische Notfälle geschult, da sie im Einsatzfall schnelle und professionelle Versorgung von Verletzten gewährleisten müssen bis der Rettungsdienst eintrifft. Alle DLRG-Einsatzkräfte verfügen mindestens über eine Sanitätsausbildung zum Sanitätshelfer (SAN A).

Sanitätswesen

Die Inhalte der Sanitätsausbildung in der DLRG orientieren sich an den Ausbildungen der in der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH) zusammengeschlossenen Hilfsorganisationen.
Die Ausbildung zum Sanitätshelfer stellt eine Erweiterung des Themenkanons der Ersten Hilfe sowohl im Umfang als auch in der Intensität dar. Hierbei werden die Inhalte der Ersten Hilfe wiederholt und vertieft. Wichtige Erweiterungen zur Weiterbildung im Hinblick auf den Einsatz im Wasserrettungsdienst und im Rahmen der Katastrophenschutzgesetze stellen u.a. die Einführung der 2- Helfer-Methode in der HLW, der Blutdruckmessung und der Transport Verletzter dar. Eine DLRG-spezifische Erweiterung stellt der frühestmögliche Einsatz von Sauerstoff dar. Medizinische Erfahrungen haben ergeben, dass gerade bei der Behandlung von Beinahe-Ertrunkenen und bei  Tauchunfällen eine Sauerstofftherapie schnell und umfassend einsetzen muss.
Bei der Ausbildung zum Sanitäter werden Inhalte der Ersten Hilfe und der Sanitätsausbildung A wiederholt und vertieft. Wichtige Erweiterungen zur Weiterbildung im Hinblick auf den Einsatz im Wasserrettungsdienst und im Rahmen der Katastrophenschutzgesetze stellen u.a. die Assistenz bei der Durchführung der Intubation, die Vorbereitung von Injektionen und Infusionen und der Umgang mit Rettungsgeräten wie Schaufeltragen und Spineboards sowie mit Hilfsmitteln zur Immobilisation wie Vakuumschienen, – matratzen und HWS-Stützkrägen.
Die Umsetzung von anerkannten Guidelines und Empfehlungen des European Resuscitation Council (ERC), dem German Resuscitation Council (GRC) der Bundesärztekammer (BÄK) sowie der BAGEH sind eine der vielen Herausforderungen für eine zeitgemäße und aktuelle Aus- und Fortbildung in der DLRG. Hier bietet das Referat Medizin in Baden unterschiedlichste Konzepte von der Ausbildung bei Kindernotfällen bis hin zu Atemwegsmanagement durch DLRG-Sanitäter mit dem Larynxtubus. Fortbildungen im Bereich um Sauerstoff und automatisierte externe Defibrillation sind jahrelanger Standard.